Pilgerweg „St. Jürgen"
Von der Barther Altstadt bis zur Backsteinbasilika in Starkow – dieser Pilgerweg führt durch vorpommersche Stille, verbindet Jahrhunderte Geschichte und macht Station an einer der ältesten Wallfahrtsquellen Norddeutschlands. Ein Weg mit Haltung.
Die Tour
Es gibt Wege, die haben eine Richtung. Dieser hier hat eine Haltung.
Der Pilgerweg „St. Jürgen" startet an der Barther St.-Marien-Kirche, einem der prägendsten Backsteinbauten der Region, in dessen Mauern seit 1396 eine der ältesten Kirchenbibliotheken Norddeutschlands schlummert. Vom Marktplatz führt der Weg durch die Klosterstraße, am Adligen Fräuleinstift vorbei, über den Friedhofwall zum Barther Bibelzentrum – untergebracht in der historischen Kapelle St. Jürgen, die dem gesamten Weg seinen Namen gibt.
Dann öffnet sich die Landschaft. Entlang einer Silberweidenallee verlässt du die Stadt. Ein Anstieg zum Rauhen Berg belohnt mit einem Blick zurück auf Barth: Wasserturm, Kirchturm, Altstadt – alles auf einmal.
Weiter durch Felder und Dörfer nach Kenz. Wer heute durch das kleine Dorf geht, ahnt kaum, dass es im 15. Jahrhundert der meistbesuchte Wallfahrtsort ganz Vorpommerns war. Der Grund: eine Heilquelle, deren Wasser Menschen von weit her anzog. Die gotische St.-Marien-Kirche aus dem 14. Jahrhundert steht noch, das achteckige Brunnenhaus daneben auch. Das Wasser ist frisch und kostenlos. Trink.
Von Kenz führt der Weg weiter durch die Kenzer Ruh, über Redebas und eine prächtige Eichenallee bis nach Starkow. Das Ziel – die St.-Jürgen-Kirche am Ufer der Barthe – liegt in einem denkmalgeschützten Pfarrgarten mit Barockbeeten und Streuobstwiese. Die historische Orgel von 1860 klingt wieder. Starkow war einst Station an alten Handelswegen zwischen Rostock und Stralsund. Man spürt, dass dieser Ort etwas gesehen hat.
Du auch, nach diesem Tag.
So läuft die Route
Start: St.-Marien-Kirche am Barther Marktplatz. Vom Markt über die Klosterstraße am Adligen Fräuleinstift vorbei, über den Friedhofwall durch den städtischen Friedhof, Seitenausgang in die Sundische Straße. Hier liegt das Barther Bibelzentrum in der ehemaligen Kapelle St. Jürgen.
Weiter die St.-Jürgen-Straße bis zum Ende, dann auf den Kenzer Landweg. Achtung am unbeschrankten Bahnübergang. Dahinter rechts, kurzer Anstieg zum Rauhen Berg mit Aussicht auf Barth.
Durch die Felder nach Rubitz, rechts Richtung Kenz. Die Allee führt direkt ins Dorf zur St.-Marien-Kirche und dem Gesundbrunnen im achteckigen Brunnenhaus.
Von Kenz der Kenzer Ruh folgen, weiter auf dem Kenzer Weg zur B105 in Redebas. Überqueren, links, dann Richtung Starkow abbiegen. Eine Eichenallee begleitet die letzten Kilometer.
In Starkow an den Infotafeln links in den Kirchweg einbiegen, durch die Streuobstwiese, über die Barthebrücke in den Pfarrgarten – Ziel: St.-Jürgen-Kirche.
Highlights unterwegs
St.-Marien-Kirche Barth – Backsteingotik und eine der ältesten Kirchenbibliotheken Norddeutschlands. Startpunkt und erster Orientierungspunkt.
Barther Bibelzentrum – Historische Kapelle St. Jürgen in der Sundischen Straße 52. Namensgeber des Pilgerweges.
Rauher Berg – Kleiner Anstieg, großer Blick: Barth mit Wasserturm und Kirchturm auf einen Blick.
Kenz & Gesundbrunnen – Ehemals meistbesuchter Wallfahrtsort Vorpommerns. Die gotische Wallfahrtskirche aus dem 14. Jahrhundert und das achteckige Brunnenhaus mit der Heilquelle liegen direkt am Weg.
Eichenallee nach Starkow – Einer der schönsten Abschnitte. Breite Kronen, weiche Schatten, vorpommersche Stille.
St.-Jürgen-Kirche Starkow – Backsteinbasilika am Ufer der Barthe mit denkmalgeschütztem Pfarrgarten, Streuobstwiese und restaurierter Orgel von 1860.
Startpunkt: St.-Marien-Kirche Barth · Endpunkt: St.-Jürgen-Kirche Starkow · Charakter: Lineare Strecke · Terrain: Überwiegend asphaltierte Landwege, teils Feld- und Waldwege · Für alle Konditionsstufen geeignet · Rückfahrt mit ÖPNV prüfen oder zweites Fahrzeug in Starkow abstellen.
Der Pilgerweg „St. Jürgen" in Barth (Mecklenburg-Vorpommern) ist eine lineare Wanderroute, die an der St.-Marien-Kirche Barth startet und an der St.-Jürgen-Kirche in Starkow endet. Der Weg führt über das Barther Bibelzentrum in der historischen Kapelle St. Jürgen (Sundische Straße 52), den Aussichtspunkt Rauher Berg mit Blick auf Barth, das Dorf Rubitz und das Pilgerdorf Kenz. In Kenz befindet sich die gotische Wallfahrtskirche St. Marien aus dem 14. Jahrhundert, die im 15. Jahrhundert der meistbesuchte Wallfahrtsort Vorpommerns war, sowie ein achteckiges Brunnenhaus mit der historischen Heilquelle. Der Weg endet in Starkow an der Backsteinbasilika St. Jürgen mit denkmalgeschütztem Pfarrgarten und restaurierter historischer Orgel von 1860. Das Terrain ist überwiegend flach auf asphaltierten Landwegen. Der GPX-Track ist auf Komoot verfügbar. Weitere Wandertouren in Barth und der Region findest du auf stadt-barth.de.