Barth – Wo der Backstein Geschichte erzählt

Europäische Route der Backsteingotik

Eine Route – ein gemeinsames Erbe

Kulturroute Nordeuropa

Die Europäische Route der Backsteingotik verbindet Städte in Deutschland, Polen und Dänemark, die durch eine gemeinsame Architektursprache miteinander verwandt sind.

Den roten gebrannten Backsteinbau des Mittelalters.

Dort, wo kein Naturstein vorhanden war, entwickelten Baumeister ab dem 13. Jahrhundert eine einzigartige Formensprache. Die Route ist Ausdruck einer tiefen historischen Verbundenheit zu Hansehandel, Glaubensgemeinschaft und städtisches Selbstbewusstsein in Stein gegossen.

Fünfmal Mittelalter

Alle fünf Bauwerke liegen im historischen Stadtkern. Ein Nachmittag reicht, um Jahrhunderte zu spüren.

Die Marienkirche ist ein beachtlich großer Backsteinbau aus dem 13. Jh. (Chor), 14 Jh. (Hallenlanghaus) und dem 15. Jh. (Westturm). Im südlichen Seitenschiff befinden sich noch Reste der mittelalterlichen Ausmalung.

Das Dammtor ist das einzig erhalten gebliebene von ursprünglich vier Stadttoren. Es wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut, ist 35 m hoch und hat eine 4 m breite Durchfahrt.

Der heutige Fangelturm wurde im 16. Jahrhundert als runder Backsteinturm errichtet. Er hat eine Höhe von 12 m, einen Durchmesser von 7,5 m und eine Wandstärke von etwa 2–2,3 m. Möglicherweise gab es im Bereich des heutigen Fangelturmes schon einen Vorgängerbau der 1325 bis 1400 errichteten Stadtbefestigungsanlagen, worauf die Bezeichnung „nova turris“, der „Neue Turm“, für den heutigen Bau hinweist.

Ältester erhaltener Profanbau zwischen Rostock und Stralsund.