Studierende zeigen Gestaltungsideen für die Lange Straße in Barth
Studierende zeigen Gestaltungsideen für die Lange Straße in Barth
Im Vineta Bürgerhaus wird am 13. September von 10 bis 18 Uhr die Ausstellung „Laaaaaange Straße, da ist noch was!" gezeigt. Sie ist Teil des Stadtfestes „Barther Herbstzauber“ und präsentiert die Ergebnisse von fünf Studierendengruppen der Studiengänge Medien und Industriedesign der Hochschule Magdeburg-Stendal.
Ausgangspunkt des Projekts war die Beobachtung, dass viele Menschen die Lange Straße nur bis zu ihrem mittleren Abschnitt nutzen. Der dahinterliegende Bereich werde häufig als wenig attraktiv wahrgenommen, obwohl dort weiterhin Angebote, Geschichte und Potenziale vorhanden seien. Diese eingeschränkte Wahrnehmung begünstige Geschäftsaufgaben und Leerstände, die sich entlang der Straße ausbreiten und den innerstädtischen Raum strukturell schwächen.
Die Studierenden entwickelten daraufhin gestalterische Lösungsansätze für die Frage, wie die Straße zu einem Ort für Begegnung und Austausch werden kann. Dabei ging es unter anderem darum, wie Neugier geweckt und historische, kulturelle und soziale Spuren sichtbar gemacht werden können. Ein weiterer Ansatzpunkt war, wie Besucher eingeladen werden können, den gesamten Verlauf der Straße zu erkunden und sich dort aufzuhalten. Für die Arbeiten kamen nutzerzentrierte Methoden und kollaborative Prozesse zum Einsatz.
Betreut wurde das Projekt von Prof. Marion Meyer, Prof. Dr. Christiane Zehrer und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Nils Suhr von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Initiatorin in Barth ist die Diplom Designerin Annette Zacharias. Als Partner vor Ort beteiligten sich Heilke Freia Heller, Stefan Reiter vom KUNSTKONSUM, Bettina Follenius, die Künstlerin Sabine Knapp sowie Inge Kaliska von der Lütt Stuv.
Die fünf Projekte umfassen Arbeiten aus den Bereichen Industriedesign, Kommunikationsdesign, Aufenthaltsgestaltung und Innenstadtentwicklung. Während der Ausstellung sind Besucher eingeladen, mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen und ihre Meinung zu den vorgestellten Ideen zu äußern. Die Rückmeldungen sollen einfließen, wenn geprüft wird, ob und wie einzelne Projekte umgesetzt werden können.