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"Uns Arndt in de Franzosentid"

Ernst Moritz Arndt (1769-1860) in Vorpommern unter der Herrschaft Schwedens und Napoleon Bonapartes (1769-1821) - Ein Streiter für Einheit, Freiheit und Gerechtigkeit

Die Sonderausstellung

Es erwartet Sie eine Ausstellung zum Wirken und Werk von Ernst-Moritz Arndt. Die Exposition stellt eine der vielfältigsten, streitbarsten und inspirierendsten Persönlichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts in seiner Zeit (der sogenannten Franzosenzeit) vor.

Die Ausstellung würdigt Arndt als Chronisten der vorpommerschen Verhältnisse am Übergang der schwedischen in die preußische Periode und versucht ein authentisches Bild des jungen Arndt im napoleonischen Zeitalter („Franzosentidt“) zu zeichnen. Sie zeigt darüber hinaus auch den fortwährenden Kampf des Publizisten für ein einheitliches deutsches Staatsgebilde, in dem seine Bürger in Freiheit und Gerechtigkeit leben. Im 30. Jahr der Wiedervereinigung und im Zuge widerstreitender Entwicklungen im europäischen Einigungsprozess wirkt die Analyse und Gedankenwelt Arndts auch nach 200 Jahren überaus anregend und frisch. Der streitbare Arndt beflügelt Prozesse und fordert bis heute zum anregenden gesellschaftlichen und offenen Diskurs.    


Die Sonderausstellung ist bis Januar 2021 im Rahmen der Museumsöffnungszeiten und zu speziellen Sonderöffnungszeiten zu besichtigen. 

15. Mai 2020

Eröffnung der Sonderausstellung um 15 Uhr

Warum Arndt?

In Vorbereitung auf den 250. Geburtstag von Ernst Moritz Arndt am 26. Dezember 2019 fanden in Vorpommern in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen, vorwiegend im Rahmen der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e.V. statt. Den wissenschaftlichen Höhepunkt bildete das Fachsymposium zu Arndt im Pommerschen Landesmuseum, organisiert von der Historischen Kommission für Pommern. 

Das Barther Vineta Museum nimmt das Jubiläum nun zum Anlass, eine umfassende Ausstellung zu diesem streitbaren Visionär und Bewahrer durchzuführen.

Folgende Kapitel werden vorgestellt:

1.) ERNST MORITZ ARNDT UND SEINE HEIMAT: Kindheit und Jugend (1769-1800)

Der in Groß Schoritz auf Rügen geborene Publizist, Historiker und Schriftsteller wird in seinem gesamten Wirken immer den Bezug zu seiner Heimat Vorpommern und insbesondere zu Rügen herstellen.  Die Ausstellung versucht, die ersten Lebensjahre zu illustrieren und die wesentlichen Prägungen auf den Pachtgütern des Vaters zunächst auf der Insel Rügen und später in Löbnitz bei Barth herauszuarbeiten.  

Als weiter Stationen der Kindheit auf Rügen werden Dumsewitz, Posewald bei Putbus, Grabitz und der Einfluss seines Hauslehrers Danckwardt vorgestellt. Mit der Übersiedlung der Familie von Rügen nach Festland Rügen und der Übernahme der dortigen Löbnitzer Güter im Jahr 1787 beginnt die reifere Jugendphase des Gymnasiasten. Stralsund als die heimliche Hauptstadt Vorpommerns mit seinem altehrwürdigen Gymnasium (seit 1570) spielte für Arndt eine formende Rolle.

2.) ERNST MORITZ ARNDT ALS SCHRIFTSTELLER, PUBLIZIST UND DICHTER:

Arndts Anfänge als politisch wirksamer Historiker an der Universität Greifswald (1800-1806 und 1809-1811) sowie als Redakteur und politischer Schriftsteller in Schweden (1806-1809)

Mit der Berufung an den historischen Lehrstuhl in Greifwald formt sich seine Persönlichkeit und erlangt ökonomische Unabhängigkeit.  Er heiratet Charlotte Quistorp aus Barth. Seine erste bedeutende und sehr umstrittene Schrift zur Leibeigenschaft in Schwedisch Vorpommern erscheint, die ihn zu einem politischen Autor werden lässt.  

Arndts Anliegen war es die sozialen Verhältnisse des Bauernlegens, der Patrimonialgerichtsbarkeit und der leibeigenen Untertänigkeit nicht nur anzuprangern, sondern einen wesentlichen Beitrag zur Abschaffung zu leisten.  

3.) ERNST MORITZ ARNDT UND SEINE BEKANNTEN UND FREUNDE IN SCHWEDISCH-POMMERN UND BERLIN

„Ich hoffe, daß keiner meiner Freunde, die ich je gekannt und erkannt habe, mich der Treulosigkeit beschuldigen wird; ich habe von Familien- und Freundschaftsverhältnissen auch zu heilige Begriffe, als daß ich sie um Quark aufgeben oder gar auflösen sollte.“

4.) ERNST MORITZ ARNDT IN DER ZEIT DER BEFREIUNGSKRIEGE:

Der Kämpfer für Menschenrechte, Demokratie sowie nationale und bürgerliche Selbstbestimmung - sein Wirken im Kreise der preußischen Reformer sowie im nationalen Befreiungskampf gegen das napoleonische Joch (1812-1813) und bis zu seiner Berufung auf den Bonner Lehrstuhl (1818)

Die Freiheit ist der Seelen Stahl Und ritterliche Wehr des Braven, Die Freien trägt der Sternensaal, Der Teufel herrscht über Sklaven.

Mit der Ausstellung und in Barth, soll das Wirken einer der anerkanntesten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, der starke nationale und internationale Anerkennung erfahren hat, gewürdigt und wach gehalten werden. Die Würdigungen zum Jubiläum werden unterstützt durch die Zusammenarbeit mit der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e.V., der Universität in Greifswald, dem Stralsund-Museum, dem Ernst-Moritz-Arndt-Museum und den Aktivitäten der Historischen Kommission für Pommern.


Eröffnung der Sonderausstellung  „Uns Arndt in de Franzosentid“
Ernst Moritz Arndt (1769-1860) in Vorpommern unter der Herrschaft Schwedens und Napoleon Bonapartes (1769-1821) - Ein Streiter für Einheit, Freiheit und Gerechtigkeit
VERSCHOBEN: Tagesexkursion "Auf den Spuren von Ernst Moritz Arndt auf Rügen und im Barther Land"
Eine spannende Exkursion mit Dr. Gerd Albrecht erwartet Sie. Erfahren Sie Interessantes zu Wirken und Werk der vielfältigen Persönlichkeit Ernst Moritz Arndts.
VERSCHOBEN: Tagesexkursion "Auf den Spuren von Ernst Moritz Arndt auf Rügen und im Barther Land"
Eine spannende Exkursion mit Dr. Gerd Albrecht erwartet Sie. Erfahren Sie Interessantes zu Wirken und Werk der vielfältigen Persönlichkeit Ernst Moritz Arndts.
VERSCHOBEN: „Uns Arndt in de Franzosentid“
Sonderausstellung im Vineta Museum Barth zu Leben und Wirken Ernst Moritz Arndts.

Veranstaltungen im Themenjahr 2020

Die Ausstellung wird begleitet durch Veranstaltungen und Vorträge zum Wirken von Ernst Moritz Arndt

29. Januar 2020 | 18.30 Uhr

Einführung in das Ausstellungskonzept der Sonderausstellung im Vineta-Museum  „Uns Arndt in de Franzosentid“, am 160. Todestags des Publizisten, Dichters und Politikers,

12. März 2020 | 19.00 Uhr

Vortrag im Museumshof Zingst: Ernst Moritz Arndt – seine Beziehungen und  sein Wirken als Publizist  und  Poet im Barther Land, Dr. Gerd Albrecht

24. April 2020 | 19.00 Uhr

Vortrag:  Barth in der Zeit der Befreiungskriege 1805-1815, Dr. Gerd Albrecht

15. Mai 2020 | 15.00 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung  „Uns Arndt in de Franzosentid“

18. Juni 2020 | 9.00 - 19.00 Uhr

Tagesexkursion, Auf den Spuren von Ernst Moritz Arndt auf Rügen und im Barther Land (Festlandrügen), Anmeldungen über Barth-Info o. Vineta-Museum, 038231 81771

29. Juli 2020 | 9:00 - 19.00 Uhr

Tagesexkursion, Auf den Spuren von Ernst Moritz Arndt auf Rügen und im Barther Land (Festlandrügen), Anmeldungen über Barth-Info o. Vineta-Museum, 038231 81771

06. August 2020 | 19.00 Uhr

Vorstellung des Begleitbuches zur Ausstellung „Uns Arndt in de Franzosentid“, Gerd-Helge Vogel, Berlin

25. September 2020 | 18.00 Uhr

Romantiker“ - eine Spurensuche über C.D. Friedrich, E.M. Arndt bis Louis Douzette , n. n. 

 

außerdem:

Oktober 2020

Arndt der Streiter für die Deutsche Einheit im 19.Jahrhundert, im Spiegel des Jubiläums - 30 Jahre deutsche Wiedervereinigung n. n. 

November 2020

Judenfeindlichkeit  bei Arndt und Zeitgenossen  n. n.

Dezember 2020

Märchen und Sagen n. n.

Januar 2021

Briefe von Arndt, Lesung  n. n.

 

Hier finden Sie das Vineta Museum

mappin

Vineta Museum im Haus Nr. 16

Das "Haus Nr. 16" ist ein ehemaliges Kaufmannshaus aus dem 18. Jhd.. Dieses geschichtsträchtige Gebäude diente von 1870 bis 1946 als städtisches Rathaus.
Das Vineta-Museum wurde 1997 in den Räumen eines ehemaligen Kaufmannshauses des 18. Jahrhunderts neu eröffnet. Auf drei Etagen werden neben der Barther Stadtgeschichte ständig wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Im Obergeschoss befindet sich eine...