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Straminke

Als Straminke wird ein Gebiet östlich des heutigen Zingst bezeichnet, in früheren Zeiten auch Strommeke, das „Strömchen“ genannt, oder Stramminike, wie in der Lubinschen Karte. Wenigstens im 17. Jh. befanden sich hier auch einige Höfe.

Das Straminker Tief wurde während eines Sturmhochwassers am 10. Februar 1625 überflutet, wodurch für einige Zeit eine schiffbare Verbindung zwischen Barth und der Ostsee entstand. Es wurde von Barther Schiffen als Durchfahrt zur offenen Ostsee genutzt, scheint jedoch Anfang des 17. Jh. versandet zu sein. Im Jahre 1728 diskutierte der Barther Magistrat erstmals eine erneute Öffnung, um das „Fahrwasser“ für die Stadt zu verbessern, die jedoch nicht zustande kam. Seitdem wurde die Möglichkeit eines Straminke-Durchstichs immer wieder, doch bisher ergebnislos in Vorschlag gebracht.

In jüngster Zeit wird wieder ein Durchstich in dieser Gegend diskutiert, um einen Ersatz für den in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gelegenen Nothafen am Darßer Ort zu schaffen, der infolge starker Strömungen ständig von Versandung bedroht ist. Eine Hafenanlage im Bereich Darß-Zingst ist sowohl als Stützpunkt für die Seenotrettung im Bereich der mittleren Ostsee erforderlich sowie von großem Nutzen für den Wassersporttourismus als Etappenhafen zwischen Rostock und Barhöft/Stralsund. Ein kurzer Zugang von Barth zur Ostsee, wie er für lange Zeit durch den ursprünglich offenen Prerower Strom, später über die Straminke möglich war, könnte zudem für Barth, Zingst und das umliegende Gebiet eine Belebung der maritimen Wirtschaft bringen.

Bild: Schwedische Matrikelkarte mit der Insel Kirr und Straminke (Stadtarchiv Barth, Ausschnitt)

 
Saal
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Schlechtemühl / Schlichtemühl
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Schwedisch-Pommern
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Stadtgründung und frühe Stadtgeschichte von Barth
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Störtebeker, Klaus
Straminke
Straminke-Durchstich
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