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Bartelshagen II b. Barth

Gemeinde im Amt Barth mit den Ortsteilen Hermannshagen Heide, Hermannshof, Neuhof und Bartelshagen II. Mit der Kommunalreform von 2014 wurde Bartelshagen ein Ortsteil von Saal; Einwohnerzahl etwa 440.

Bartelshagen liegt an der L 211, die abzweigend von der B 105 über Bodstedt und Fuhlendorf nach Barth und Prerow/Zingst führt. Die Gemeinde liegt in einem sehr flachen Gelände zwischen Barth und Ribnitz-Damgarten, mit ausgedehnten Feldern, unterbrochen von Baum- und Busch-gruppen, baumgesäumten Feldwegen und eiszeitlichen Söllern. Die Grenzen werden im Süden durch den Saaler Bach, im Norden das Barther Stadtholz gezogen.

Bartelshagen entstand im 13. Jahrhundert im Zuge der Besiedlung der alten slawischen Gebiete durch deutsche Siedler. Der Name rührt vermutlich von einem Lokator, einem Organisator der Besiedlung namens Berthold/Bartel her. Bartelshagen wurde erstmals in zwei Urkunden des Jah-res 1316 genannt. Am 12. Mai überschreibt Witzlaw III. von Rügen mehreren Barther Bürgern Einkünfte aus seinen Gütern in Hermannshagen und Bartelshagen und am 26. Mai verpfändet der Landesherr dem Knappen Konrad Dotenberg Abgaben aus „Bertoldeshagen“, beides mit dem Recht des Rückerwerbs.

Im Zusammenhang mit der Schwedischen Landesaufnahme 1696 (Matrikel) werden in Bartels-hagen 6 Vollbauern genannt, dazu mehrere „Untertanen“. Einer der Bauern besitzt zugleich das Recht der Betreibung eines Dorfkruges.

In Bartelshagen wurde Nicolaus Dierling (um 1736-1801) geboren, der um 1770 die Damgarter Dierling-Werft begründete. Im Zusammenhang mit der Gemeindereform wurde 2015 die bisheri-ge Hessenburger Straße in Nikolaus-Dierling-Straße umbenannt.

Wie in vielen Gemeinden des Gebietes wird in Bartelshagen jährlich ein Dorffest mit dem tradi-tionellen Tonnenabschlagen veranstaltet (1. Juliwochenende).

Im Ortsteil Hermannshof steht ein um 1900 erbautes Gutshaus. Die Domäne wurde in den 1930-ern z.T. aufgesiedelt und das Gutshaus zu Wohnzwecken genutzt. Ein weiteres Gutshaus befin-det sich im Ortsteil Neuhof. Beide wurden nach 1945 zur Unterbringung von Flüchtlingen ge-nutzt, wurden später mit Einrichtungen, wie dem Dorfkonsum, dem Kindergarten, dem LPG-Büro sowie einen Festsaal zum gesellschaftlichen und kulturellen Zentrum der Gemeinden. Sie waren bis um 1990 bewohnt, stehen seit vielen Jahren leer und drohen zu verfallen.

In Bartelshagen und Hermannshof befinden sich regelmäßig besiedelte Storchennester. Das Ge-biet gehört im Frühjahr und Herbst zu den Rastplätzen für Kraniche und Wildgänse.

Die Gemeinde verfügt über mehrere Versorgungseinrichtungen, darunter in Hermannshof ein Bio-Laden mit Café, Kindergarten, mehrere landwirtschaftliche und Handwerksbetriebe (darun-ter eine Bootswerkstatt) sowie touristische Übernachtungsmöglichkeiten.

Durch Bartelshagen, Hermannshagen Heide und Hermannshof führt die Buslinie 214 von Rib-nitz-Damgarten nach Barth über Saal.

Bild: Das Storchennest in Bartelshagen II

 

 

Bülte
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Bartelshagen II b. Barth
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